Capitol Tickets des Kinos

Das Kino

Das Capitol war neben dem Atrium eines der schönsten Theater in der Bielefeld Kino-Landschaft. Trotz der 1967 erfolgten Verkleinerung des Saals auf den ehemaligen Balkon und Nutzung des einstigen Parketts durch Einzelhandel im Erdgeschoss hatte sich das Haus bis zur Schließung seinen klassischen Charakter bewahren können.

Das Capitol hatte eine große, aber für Cinemascope zu schmale Leinwand
Das Capitol hatte eine große, aber für Cinemascope zu schmale Leinwand
Hervorragende Sicht und Beinfreiheit
Hervorragende Sicht und Beinfreiheit

H. J. Flebbe übernahm 1987 das Kino und baute erneut um. Die Anzahl Sitzplätze verringerte sich von 450 auf ca. 300, was sich durch eine außerordentlich großzügige Beinfreiheit bemerkbar machte. Der steile Anstieg der Reihen, die sehr große Leinwand und das wunderschöne Ambiente machten den Besuch des Capitols zum Erlebnis.

Erinnerung an den in Bielefeld geborenen Friedrich Wilhelm Murnau
Erinnerung an den in Bielefeld geborenen Friedrich Wilhelm Murnau

Service

Im Foyer gab es einige Sitzplätze sowie eine kleine Bar mit den üblichen Spezialitäten.

Kino-Theke
Kino-Theke
Foyer
Foyer

Technik

Im Capitol gab es immerhin Dolby Stereo Ton. Scope-Filme (2,35:1) konnten leider nicht richtig gezeigt werden, da das Seitenverhältnis der Leinwand ohne vertikale Kaschierung für diese Filme nicht geeignet war. Um dennoch die gesamte Fläche auszunutzen, wurde das Bild ärgerlicherweise links und rechts beschnitten.

Ein Blick in die über das Dach erreichbare Projektion
Ein Blick in die über das Dach erreichbare Projektion

Schließung

Am 28.2.2001 wurde das Capitol nach einer letzten Vorstellung des Films Cinema Paradiso vor ausverkauftem Haus geschlossen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde von der damaligen CinemaxX-Theaterleitung eine interessante Rede gehalten, in der weniger die eigenen Versäumnisse thematisiert als das ausbleibende Publikum selbst in die Verantwortung genommen wurden.

Angesichts der allgemeinen Kinosituation in Deutschland und des schlechten Geschäftsabschlusses der CinemaxX AG im Jahr 2000 wäre jedoch auch ohne die CineStar-Eröffnung das Ende des Capitols sehr wahrscheinlich gewesen, denn in dem Abschlußbericht der CinemaxX AG wurde das Schließen von traditionellen Kinos explizit als strategische Maßnahme zur Kostensenkung aufgeführt.