Lichtwerk im Ravensberger Park

Das Kino

Das Lichtwerk existiert seit 1985 und hatte seine erste Heimat in der ehemaligen Julius Opitz Papierwarenfabrik in der August-Bebel-Straße. Als Teil des Filmhauses besteht der kleine Kinosaal bis heute und wird mittlerweile regelmäßig freitags vom Off-Kino bespielt.

Mit dem Umzug 2006 ist das neue Lichtwerk im Ravensberger Park nun in einem denkmalgeschützen Gebäude, der einstigen Alten Tischlerei, untergebracht. Als gelungener Kontrast zur klassischen Industrie-Fassade des ehemaligen Fabrik-Gebäudes ist das Innere des Kinos modern ausgestattet.

Kasse und Kinobar
Kasse und Kinobar
Foto: G. Diering
Das hochwertige kulinarische Angebot
Das hochwertige kulinarische Angebot
Foto: G. Diering

Der Gastronomiebereich lädt mit dunklen Holzmöbeln und warmer Beleuchtung zum Verweilen ein. Das großzügige Foyer bietet zusätzliche Sitzgelegenheiten.

Das Angebot an Speisen und Getränken ist umfangreich und hochwertig, wobei mittlerweile auch Popcorn im Sortiment ist - lange Zeit ein No-Go für das Arthouse-Kino.

Blick in das Foyer von der ersten Ebene
Blick in das Foyer von der ersten Ebene
Foto: G. Diering
Treppen zu den Sälen
Treppen zu den Sälen
Foto: G. Diering

Über eine freitragende Treppe ins Obergeschoss erreicht man den Eingang des großen Saals Werk 1. Die Treppe ins Untergeschoss führt zu den kleineren Kinos Werk 2 und Werk 3 sowie zu den gepflegten Toiletten.

Filme

War das alte Lichtwerk ein Aufführungsort gehobener Filmkunst und gelegentlich auch obskurer Filme, so ist das Programm des Nachfolgers deutlich kommerzieller. Auf dem Spielplan finden sich daher neben dem klassischen Programmkino-Repertoire auch gelegentlich eher dem Mainstream zuzuordnende Filme wie Dune oder Tenet.

Untertiteltes Bild: Gestern Fahrraddiebe
Analoge Projektion in Werk 1
Foto: R. Weinbrecher
Untertiteltes Bild: Heute schwule Cowboys
Foto: R. Weinbrecher

Die Notwendigkeit, drei Kinosäle erfolgreich bespielen zu müssen, hat für das Publikum den erfreulichen Nebeneffekt, auch größere Produktionen in einem Ambiente geniessen zu können, welches die Großkinos doch schmerzlich vermissen lassen. Das dabei Kompromisse in Komfort und Qualität der Aufführung nicht in Kauf genommen werden müssen, verdankt das Lichtwerk seiner modernen Ausstattung.

Säle

Werk 1

Der Hauptsaal Werk 1 ist ein modern ausgestatteter Kinosaal mit steil ansteigenden Sitzreihen. Die Dimensionierung der großen Leinwand ermöglicht die formatgerechte Wiedergabe aller gängigen Bildformate.

Werk 1: Blick zur Leinwand
Werk 1: Blick zur Leinwand
Foto: G. Diering
Werk 1: Die bequemen Sitze
Werk 1: Die bequemen Sitze
Foto: G. Diering
Unverzichtbar zu analogen Zeiten: Filmspulen
Unverzichtbar zu analogen Zeiten: Filmspulen
Foto: R. Weinbrecher

Die analoge 35mm-Projektion (Kinoton FP-30) ist scharf, der Bildstand gut. Als einziger Kinosaal im Lichtwerk verfügte Werk 1 bereits zu Analogzeiten über Dolby-Digital-Ton. Da genug Platz im Vorführraum ist, steht der FP-30 auch heute noch bereit, um sporadisch zu Sondervorführungen eingesetzt zu werden.

Seit Einführung der digitalen Projektion im November 2012 zeigt das Bild gelegentlich ein leichtes Moiré, was besonders in gleichfarbigen Bildflächen auftritt (aber vermutlich den allermeisten Gästen überhaupt nicht auffällt). Ursache ist die schall-transparente (perforierte) Leinwand, die sich manchmal nicht gut mit dem digitalen Pixelraster der 2K-Projektion verträgt.

Werk 2 und 3

Die in den ehemaligen Tonnengewölben untergebrachten Säle Werk 2 und Werk 3 sind klein, gemütlich und in der Ausstattung identisch.

Im Zuge der Digitalisierung wurden die analogen 35mm-Filmprojektoren ersetzt, womit auch digitaler Ton Einzug gehalten hat, früher gabe es hier „nur“ Dolby Stereo.

Beide Säle verfügen über Leinwände, die für Scope-Filme nicht breit genug sind. Hier wäre eine vertikale Kaschierung zur Verringerung der Leinwandhöhe wünschenswert, um den „schwarze Balken“ Effekt zu vermeiden, der sich beim Zeigen eines 2,35:1 Films auf einer 1.85:1 Leinwand sonst einstellt.

Filmweg von der Spule zum Projektor zu analogen Zeiten
Filmweg von der Spule zum Projektor zu analogen Zeiten
Foto: R. Weinbrecher
Kinoton FP30 35mm-Projektor mit Objektiv-Revolver zur Umschaltung Breitbild/CinemaScope
Kinoton FP30 35mm-Projektor mit Objektiv-Revolver zur Umschaltung Breitbild/CinemaScope
Foto: G. Diering