Skala Tickets des Kinos

Das Kino

Die Skala wird am 1954 von Hedwig Thiede eröffnet. Schon ein Jahr später wird 1955 im gleichen Gebäude das Studio eröffnet, das ursprünglich dem „anspruchsvollen Film“ eine Spielstätte schaffen sollte, aber letzlich einfach das Filmangebot erweiterte.

1965 hat in Bielefeld in der Skala die erste (und letzte) Todd-AO-Leinwand für die Präsentation von 70mm Filmen Premiere. Durch die Breite der Leinwand muß diese nach vorne verschoben werden, da sich der Skala Saal zur Leinwand hin verjüngt.

1968 wird im Nebengebäude im ersten Stock das City Nonstop eröffnet, das schließlich zum Club Intim, dann zum Lux 3 bzw. kurz vor Schluss in Skala 5 umbenannt wurde.

Kassenbereich im Eingang
Kassenbereich im Eingang
Links die Treppe in den großen Saal, rechts die Treppe zum Lux 1 und 2
Links die Treppe in den großen Saal, rechts die Treppe zum Lux 1 und 2

1979 folgt die Skala dem Trend der „Verschachtelung“ mit dem Umbau zum „Kino-Center“. Dazu entstanden im Parkett des ehemaligen Skala Saals die kleinen Kinos Lux 1 und Lux 2, während die neue Skala nur noch aus dem verlängerten Balkon bestand. Damit war auch die Todd-AO-Leinwand Geschichte und das Bild in der Skala zwar immer noch gut, aber nun deutlich kleiner.

Kurz vor der Schließung wurde noch versucht, ein wenig Multiplex-Charakter durch Umbenennung der Säle in Skala 1 - 5 zu erreichen, was sich aber lediglich in der Programmbewerbung niederschlug.

In allen Skala-Kinos liefen hauptsächlich Mainstreamfilme, das Studio hatte wie ursprünglich geplant tatsächlich immer eine leichte Tendenz zu Filmen der gehobenen Klasse. Hin und wieder wurden Mitternachts-Premiere-Vorstellungen von Filmen in der Skala angeboten (z.B. Star Trek, der Aufstand, Matrix).

Das beste Popcorn in Bielefeld
Das beste Popcorn in Bielefeld

Am 15.4.2000, zwei Wochen nach Eröffnung des zweiten Multiplex-Kinos CineStar, war der letzte Spieltag in der Skala. Zur letzten Vorstellung lief um 22:30 Uhr Erin Brockovich im Hauptsaal, danach wurde abgeschlossen.

Säle

SaalPlätzeTechnik
Skala47535mm+70mm (Philips DP 70) Dolby Digital, dts
Studio126Dolby Digital
Lux 1126Dolby Stereo
Lux 2126Dolby Stereo
Lux 3100Ultra Stereo

Skala

Die Skala war der größte Saal im Kinocenter und bis zum Ende des Kinos mit damals aktueller Kinotechnik ausgestattet, die technisch gesehen dem THX-Standard genügt.

In der Skala hätte mit dem Philips DP 70 Projektor sogar die Möglichkeit bestanden, 70mm vorzuführen, was aber nicht genutzt wurde. Ob das kommerziellen Erwägungungen oder einfach mangelnder Verfügbarkeit von Material geschuldet war, ist nicht bekannt.

Blick in den Saal der Skala
Blick in den Saal der Skala
Blick auf die Leinwand in der Skala
Blick auf die Leinwand in der Skala

Der leider nur sehr leichte Anstieg der Sitzplätze war der einzige Kritikpunkt an diesem Saal. Die Leinwand war nicht besonders groß, auf den Plätzen in der vorderen Hälfte aber in Ordnung. Das Bild war gestochen scharf, sogar während der Werbung (die mitunter sehr lang war!).

Der Ton war hervorragend. Filme wurden bevorzugt in dts gespielt, sonst in Dolby Digital.

Die Skala dürfte das letzte Kino in Bielefeld gewesen sein, in dem noch bis in die 90er-Jahre Dia-Werbung mit Begleitung durch eine Audio-Kassette praktiziert wurde.

Studio

Das Studio verfügte über Dolby Digital Ton.

Die Leinwand war in Relation zum Raum eher klein und die Decke hing sehr tief. Dafür kam das Bild, im Gegensatz zu den Lux-Kinos, aber von hinten, so wie es sich für ein ordentliches Kino gehört.

Blick in das Studio
Blick in das Studio

Lux 1 und 2

Unteres Foyer von Lux 1 und Lux 2.
Unteres Foyer von Lux 1 und Lux 2.
Der unheimliche Seitengang ins Lux 1.
Der unheimliche Seitengang ins Lux 1.

Lux 1 und Lux 2 waren kleine Schachtelkinos mit Rückprojektion. Dieses Verfahren geniesst einen zweifelhaften Ruf, war hier jedoch technisch gut gelöst. Zumindestens konnte man nicht behaupten, das Bild sei schlecht gewesen.

Gravierender waren da schon die niedrigen Decken, die einem in jedem Moment auf den Kopf zu fallen schienen.

Blick in das Lux 1 mit Rückprojektion, die keine Lautsprecher hinter der Leinwand ermöglich.
Blick in das Lux 1 mit Rückprojektion, die keine Lautsprecher hinter der Leinwand ermöglich.

Lux 3

Zeitreise in das Lux 3
Zeitreise in das Lux 3
Blick in das Lux 3
Blick in das Lux 3

Das Lux 3 befand sich im Nebengebäude und war die Nachfolge des Club Intim, eines ehemaligen Softporno-Kinos. Aus dieser Zeit stammte auch die seltsame Ausstattung: Eine schwere Eisentür mit Türschnarrer, Drehsesseln im Stil der 60 Jahre, Tische mit Knöpfen drauf (funktionierten leider nicht mehr) und Sofas. Eigentlich war es das ideale Kino, um sich einen alten Bond-Film anzusehen.

Historische Preise und Infos

Stand Jahr 2000:

WasPreis
GetränkeHerforder Pils / Hannen Alt (0,33 Flasche, DM 3,50), Cola (Flasche DM 3,00)
Donnerstag Kinotag (außer vor Feiertagen)7,50 DM
Montags 15:00 Happy Hour5,00 DM
täglich10,00 DM, 11,00 DM ab 20:00
BetreiberThiede
Kartenreservierung0521/64444