Kommen Sie mit auf einen virtuellen Rundgang durch ehemalige und noch existierende Bielefelder Lichtspieltheater!

Once upon a time...

Die Innenstadt liegt im Dunkeln. Ein feiner Regen hat den Asphalt in einen schwarzen Spiegel verwandelt, in dem sich die Lichter der Schaufenster brechen – Schaufenster von Geschäften, die seit 18:00 Uhr geschlossen sind. Und doch wirkt die Stadt nicht verlassen.

Denn zwischen den trostlosen Fassaden strahlen die Leuchtschriften der Kinos. Lichtspielhäuser, die die Fußgängerzonen mit Leben füllen, wenn vor oder nach der Vorstellung Menschen durch die Straßen treiben, Gespräche führen, lachen, schweigen – noch ganz gefangen von den Bildern und Klängen, die sie eben erst verlassen haben.

Ach ja, die guten alten Zeiten – damals, als angeblich alles besser war. Die Filme klüger, die Nächte länger, der Regen poetischer. Heute wissen wir: Es ist vor allem die Erinnerung, die gut gealtert ist.

Was es hier gibt

Diese Seite versteht sich als Ort gepflegter Erinnerungen – und als Protokoll der Veränderungen, die man erst bemerkt, wenn sie längst abgeschlossen sind.

Im Mittelpunkt stehen die Bielefelder Kinos, zu denen ich als Jahrgang 1975 noch einen persönlichen Bezug habe. Das erklärt die Auswahl, denn Vollständigkeit wird hier weder angestrebt noch erreicht. Diese Seite ist kein enzyklopädisches Gesamtwerk, sondern eine subjektive Rückschau und Zustandsbetrachtung.

Selbst unter dieser bewusst eingeschränkten Prämisse bleiben Lücken: Das ehemalige Palast-Kino fehlt ebenso wie das berüchtigte Cinema in der City-Passage, das ajz-Kino, das frühere Lichtwerk im Filmhaus oder das heutige Off-Kino.

Was folgt, sind keine historischen Abhandlungen, sondern Annäherungen: Momentaufnahmen einzelner Kinos, so wie ich sie erlebt habe, ein klein wenig nostalgische Verklärung inklusive.

Und wer mag, kann in einigen Häusern seine Erinnerungen auffrischen – denn manche der hier aufgeführten Kinos freuen sich noch immer über Besucher. Sie warten nur darauf, dass wir vorbeikommen um zu sehen, ob sich das Gefühl von damals noch einstellt oder ob die Realität uns schroff eines Besseren belehrt.

Und noch etwas...

Erfreulicherweise konnte ich viele eigene Fotoaufnahmen machen – zum Teil kurz bevor einige Häuser ihre Türen endgültig schlossen. Spätere Aufnahmen entstanden dann auch mit wertvoller Unterstützung von R. Weinbrecher und G. Diering.

Mein Dank gilt auch allen Menschen, die uns überhaupt den Zutritt zu den Kinos ermöglicht haben!

Viele der Rahmendaten wurden dem sehr lesenswerten Buch Pioniere, Tüftler, Illusionen: Kino in Bielefeld von Frank Bell entnommen.

Falls Sie Lob oder Kritik loswerden wollen, Korrekturhinweise haben, zu einer Vervollständigung durch Material beitragen können oder Interesse an der Weiterverwendung von Bild- oder Textmaterial haben, nehmen Sie bitte gerne Kontakt mit mir auf!

Doch nun viel Spaß beim Stöbern!